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WäRMEPUMPE

Zu einer echten Alternative ist die Wärmepumpe erst in den letzten Jahren durch den immer geringeren Heizbedarf von Niedrigenergiehäusern geworden. Im ersten Anlauf hatte die schlechte energietechnische Bauweise der 80er Jahre zu einem Imageverlust der Wärmepumpe geführt. Der hohe Energieverbrauch der Gebäude hatte enorme Stromkosten sowie kurze Lebensdauer der Geräte zur Folge.

Heute stellt sich die Problematik der Gebäudeheizung völlig entgegengesetzt dar. Die Heizlasten moderner Gebäude sind derart niedrig, dass konventionelle Heizanlagen meist überdimensioniert sind. Diese arbeiten unwirtschaftlich und mit einem sehr schlechten Wirkungsgrad. Die Wärmepumpe ist eine der wenigen Alternativen, die den neuen Anforderungen Rechnung trägt.

Fördergeld für Wärmepumpen: Einen Anreiz für Bauherrn stellen auch die hohen Fördungen des Landes Tirol und der TIWAG dar. Die Niedrigenergiehaus-Förderung des Landes sieht für den Einbau einer Wärmepumpe zwei Zusatzpunkte bzw. bis zu 1.760 € abhängig von der förderbaren Nutzfläche vor. Voraussetzung ist, dass die Wärmepumpe als Hauptheizung eingesetzt wird und gewisse Qualitätskriterien erfüllt werden. zusätzlich gewährt die TIWAG eine einmalige Förderung für Wärmepumpen zur Raumheizung. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der elektrischen Anschlussleistung der installierten Wärmepumpe und betragt 654 € pro kW, wobei eine Obergrenze von 5kW bzw. 3.270 € liegt. Für reine Brauchwasser-Wärmepumpen gibt es keine Förderungen.

Technik
Grundsätzlich funktioniert eine Wärmepumpe nicht anders als ein Kühlschrank: Dem "Verdampfer" beim Kühlschrank, der dem Kühlraum die Wärme entzieht, entsprechen bei der Wärmepumpe z. B. Erdkollektoren, die Wärme aus dem Erdreich aufnehmen. Die schwarzen Bleichlamellen des "Verflüssigers", die auf der Rückseite des Kühlschranks die Wärme wieder abführen, verwandeln sich bei der Wärmepumpe in eine Fußbodenheizung Die eigentliche Wärmepumpe ist ein relativ kleiner Blechkasten, der irgendwo im Keller steht. In diesem Kasten zirkuliert ein Gas als Arbeitsmedium
  • Über einen Wärmetauscher ("Verdampfer") nimmt es die Niedrigtemperatur-Wärme der Umgebung auf.
  • Eine Pumpe verdichtet dann das Gas und schickt es durch einen anderen Wärmetauscher ("Verflüssiger"), in dem es seine hochtemperierte Wärme an einen Heizstrang abgibt. 
  • Zum Schluß des Kreislaufs wird das Gas über ein Drosselventil wieder entspannt und erneut dem Verdampfer zugeleitet.

Wärmequellen
Die Wärmepumpenheizungsanlagen unterscheiden sich im Hinblick auf die Planung und Installation von herkömmlichen fossil befeuerten Heizungsanlagen im Wesentlichen durch die Erschließung der Wärmequelle. Für die sinnvolle Nutzung der Umgebungswärme stehen die Wärmequellen Erdreich, Grundwasser und Umgebungsluft zur Verfügung.

Bei deren Auswahl ist hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit auf ein möglichst hohes Temperaturniveau und die Verfügbarkeit der erforderlichen Wärmemenge während des Jahres zu achten. Ihre Erschließung sollte kostengünstig möglich sein und im Betrieb einen geringen Wartungsaufwand verursachen. Außerdem sollte die Wärmequelle eine hohe Spreicherfähigkeit und ausreichende Regenerationsmöglichkeit aufweisen

Erdreich als Wärmequelle
Das Erdreich hat die Eigenschaft, Sonnenwärme in gleichmäßiger Temperatur über einen längeren Zeitraum zu speichern und über das ganze Jahr einen Wärmepumpenbetrieb mit hohen Arbeitszahlen zu ermöglichen. die Erdwärme wird in der Regel mit Sole, einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, in einem geschlossenen Kreislauf transportiert. Dabei gibt es zwei verschiedene Wege, dem Erdreich die gespeicherte Sonnenwärme zu entziehen.

a) Der Erdwärmekollektor
In einer Tiefe von 1,2 bis 1,5 m werden Erdwärmekollektoren in Form von Kunststoff-Rohrsystemen als horizontale Absorber im Boden verlegt. Der Gebäudewärmebedarf gibt dabei die Größe der notwendigen Freiflächen an.

b) Erdwärmesonden
Vertikale Erdwärmesonden können bei guten hydrologischen Verhältnissen eine Wärmeentzugsleistung von 50 bis 100 W/m Sondenlänge bereitstellen und reichen in Tiefen von 30 bis 100 m. Voraussetzung für die Planung und Einbringung von Erdwärmesonden sind die genaue Kenntnis der Bodenbeschaffenheit, der Schichtenfolge, des Bodenwiderstandes sowie die Existenz von Grund- und Schichtenwasser und die Bestimmung von dessen Fließrichtung. Für den Gebäudebestand und für Neubauten in Ballungsräumen mit geringem Freiflächenangebot eignen sie sich besonders, da eine Nachrüstung mit Erdwärmekollektoren recht kostspielig ist.
Anlagen mit Erdwärmesonden bedürfen einer wasserrechtlichen Genemigung durch die zuständige Wasserbehörde.


 


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