 |
Im Idealfall sollte die Arbeitsfläche im Bereich des Fensters so angeordnet werden, dass ein Öffnen leicht möglich ist. Für ausreichend Licht über den Arbeitsflächen sorgen. Schubladen und Schränke sollten auf den Platzbedarf abstimmen werden, der u. a. von der Haushaltsgröße abhängt. Mit Kindern bzw. Tieren muss mehr Stauraum - beispielsweise für Vorräte - berücksichtigt werden. Weiters sollte man darauf achten, ob es sich bei der hauptsächlich in der Küche tätigen Person um eine(n) Links- oder RechtshänderIn handelt. Dementsprechend sollten die Schränke angeordnet werden. Bei einer Küchenzeile entlang der Wand empfiehlt es sich bei einem(r) RechtshänderIn Arbeitsplatz und Geräte von rechts nach links zu platzieren. Der Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Küchenzeilen sollte für ausreichend Bewegungsfreiheit mindestens 120 cm betragen. Ideal wäre folgende Reihenfolge: 30 cm breite Arbeitsfläche, Herd, 60 - 90 cm breite Arbeitsfläche, Spüle bzw. Geschirrspüler, 120 cm breite Arbeitsfläche. Große, nach vorne ausziehbare Schränke (mit so genannten Auszügen) sind übersichtlicher und v. a. rückenschonender, als enge, tiefe. Für eine ergonomische Arbeitsweise spielt die Arbeitshöhe eine wichtige Rolle. Sie sollte auf den Benutzer abgestimmt werden und ca. 15 cm (beim Herd 20 cm) unterhalb des Ellbogens liegen. Die Anbringung von häufig benutzten Elektrogeräten – wie beispielsweise Herd oder Kühlschrank – in Augenhöhe ist v. a. zur Rückenschonung vorteilhaft. Ein Abstand von 50 cm zwischen Unter- und Oberschrank, 65 cm zwischen Elektroherd und Dunstabzug sowie 90 cm zwischen Gastherd und Dunstabzug (wegen der Flamme) wäre empfehlenswert. Hochschränke neben dem Fenster nehmen viel Licht.
Küchengeräte
Gasherd
Am häufigsten finden sich vier Brenner mit abnehmbarem Metallrost sowie eine elektrische Einhand-Funkenzündung. Die Zündsicherung stoppt die Gaszufuhr, sobald die Flamme erlischt. Gaskochmulden lassen sich stufenlos regulieren und es bleibt keine Nachwärme. Als Nachteil können die eventuell schädlichen Verbrennungsprodukte, die mühsame Reinigung sowie die ungleichmäßige Erwärmung des Topfbodens gesehen werden. Kochmulden mit Glaskeramik sind teurer, bei ungünstigen Belastungen bruchgefährdet, kratzempfindlich, aufgrund einer ebenen Kochfläche aber sehr pflegeleicht, energiesparend und die Kochzonen variabel einstellbar.
Elektroherd Elektroherde bestehen heute vorwiegend aus Glaskeramik. Sie sind robust, eben, und lassen sich leicht reinigen, wobei auf Scheuermittel unbedingt verzichtet werden sollte. Elektroherde in Form von Zweikreis-Kochzonen - mit einem erweiterbaren Kochbereich je nach Topfgröße -, Flachband - mit einer Glühreaktion in drei Sekunden -, Hallogen - Glühen in einer Sekunde - sowie Induktionskochfeldern - mit einem kalten Kochfeld und warmen magnetisierbaren Topfböden - sind erhältlich.
Dampfgarer Das in den Garraum geleitete kalte Wasser verdampft auf einer Heizplatte. Dadurch wird verhindert, dass das Gargut mit Wasser in Kontakt kommt, es wird ausschließlich mit Dampf gearbeitet. Durch den leicht befüllbaren Wasserbehälter kann auf einen direkten Wasseranschluss verzichtet werden. Diese Zubereitungsform ist sehr schonend – d. h. Vitamine, Mineralstoffe, Aroma und Farbe der Lebensmittel werden nicht verändert – und deshalb besonders für empfindliche Gerichte – wie Fische – geeignet, da das Gewebe erhalten bleibt. Der Geschmack von Speisen wird nicht übertragen. Dampfgarer sind für Diabetiker empfehlenswert, da die süße Wirkung künstlicher Süßstoffe bleibt. Weitere Vorteile liegen in der einfachen Reinigung, dem geringen Energieverbrauch sowie der guten Kombinierbarkeit mit anderen Geräten. Demgegenüber stehen jedoch die hohen Anschaffungskosten sowie die Entkalkung mittels Chemikalien.
Dunstabzug Durchschnittlich sollte ein Austausch der Raumluft 12 Mal pro Stunde erfolgen. Die Montage des Dunstabzugs ist möglichst nahe an der Außenwand empfehlenswert. Knicke in den Rohrverbindungen sowie weite Wege sollten vermieden werden, um den Widerstand möglichst gering zu halten. Es sind Umluft- und Abluftgeräte erhältlich. Erster bestehen meist aus einem Fett- und Aktivkohlefilter – 2 - 4 Mal pro Jahr tauschen - über die die gereinigte Luft zurück in die Küche transportiert wird. Wärme und Gerüche können damit nicht entfernt werden. Diese Form ist v. a. für Niedrigenergie- und Passivhäuser geeignet, da durch die kontrollierte Wohnraumlüftung eine Beseitigung der Gerüche erfolgt. Abluftgeräte sind mit einem billigen Vlies - sehr gute Reinigung - oder einem Metallfilter mit langer Lebensdauer ausgestattet und leiten die Dämpfe ins Freie. Eine ständige Zufuhr von Frischluft ist nötig.
Mikrowelle Für die meisten Haushalte sind einfache Geräte mit Drehteller und 600 Watt Leistung ausreichend. Durch höhere Leistungen kommt es zu einer raschen Erwärmung, d. h. die Lebensmittel sind außen fertig, aber innen roh. Skalenbereiche unter 120 Watt sind für das Auftauen von empfindlichen Lebensmitteln – wie Butter oder Torten – von Bedeutung.
Kühl- und Gefriergeräte Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte sollten sich bei Kühlschränken für ein Verfassungsvermögen von 120 bis 160 Litern entscheiden – für jede weitere Person sollten 50 Liter mehr gewählt werden. Eine Überfüllung ist nicht empfehlenswert, da die Luftzirkulation unterbrochen wird und warme Zonen entstehen können. Ein Kühlschrank-Thermometer hilft eine konstante Temperatur zwischen null und acht Grad – Schwankungen je nach gelagerten Lebensmitteln, Zimmertemperatur und Türöffnung möglich – zu erhalten. Bei starker Reif- bzw. Eisbildung sollte öfters abgetaut werden, um die Kühlleistung konstant zu halten bzw. die Geruchsbildung zu vermeiden. Sollte sich Letzteres doch entwickeln, kann mit Essigwasser - 1 Teil Essig zu 3 Teilen Wasser - Abhilfe geschafft werden. In den meisten Geräten sind eine Abtau-Automatik, Obst- und Gemüseladen sowie Abstellplatten aus bruchfestem Glas bereits Standard. Geräte mit zwei Kühlkreisläufen sind zu bevorzugen, da bei einem Defekt nur der Kühl- oder Gefrierbereich ausfüllt und nicht beides. Kühl- und Gefriergeräte sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. In Ein- und Zweisternfächern kann das Gefrorene für wenige Tage aufbewahrt werden. Dreisternfächer sind für eine längere Lagerung, jedoch nicht zum Einfrieren geeignet. In Vierstern Kühl-Gefrierkombinationen findet sich entweder ein großes Gefrierfach oder eigene Türen und Schubladen.
Gefrierschränke Eine ständige Befüllung von mindestens 2/3 ist aufgrund der Anschaffungs- und Betriebskosten empfehlenswert. Der durchschnittliche Nutzinhalt pro Person liegt bei 60 Litern. Gefrierschränke sind mit einfachen oder doppelten Türen und Laden erhältlich und zeichnen sich durch eine übersichtliche Lagerung aus. Laden sollten im Gegensatz zu Körben bevorzugt werden, da bei Letzteren die Lebensmittel eventuell in tiefere Ebenen abrutschen können. Gefriertruhen werden von oben geöffnet und befüllt. Sie eignen sich v. a. für sperrige Lebensmittel und weisen einen niedrigeren Stromverbrauch auf. Der größere Platzbedarf sowie unübersichtlichere Lagerungsmöglichkeiten zählen zu den Nachteilen. Steigt die Temperatur im Gerät über -18° ertönt ein Warnsignal. Ein Standort neben Heizung, Herd, Spülmaschine bzw. bei direkter Sonneneinstrahlung erhöht den Stromverbrauch. Ideal wäre ein kleiner unbeheizter Bereich im Keller oder einem Abstellraum. Häufiges bzw. längeres Öffnen erhöht die Eisbildung durch das Einströmen von feuchtwarmer Luft.
Geschirrspüler Im Gegensatz zum händischen Spülen sind sie hygienischer und weisen einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch auf. Die Anzahl der Personen im Haushalt sowie die täglich anfallenden Geschirrmengen sollten bei der Anschaffung berücksichtigt werden. Geräte mit einem sogenannten „Aqua Stop“-System sind empfehlenswert, da bei einem geplatzten Schlauch die Wasserzufuhr über ein Sicherheitsventil unterbrochen wird.
|
 |